Logopädinnen und Logopäden, Schulische Heilpädagoginnen und -pädagogen
Ein schwaches Arbeitsgedächtnis bei Kindern erhöht das Risiko für eine Sprachentwicklungsproblematik. Zudem belegt die aktuelle pädagogisch-psychologische Forschung, dass diese Kinder auch Gefahr laufen, im Schulalter Lernstörungen wie LRS, Rechenschwäche oder auch Aufmerksamkeitsprobleme zu entwickeln. Umso belastender erscheint daher die Tatsache, dass bislang keine nachweislich effizienten Fördermöglichkeiten zur Steigerung der Arbeitsgedächtniskapazität entwickelt werden konnten. Was sich durch gezielte Förderung hingegen messbar steigern lässt, sind exekutive Funktionen, die als «kognitive Kontroll- und Regulationsprozesse» sozusagen das Management des Arbeitsgedächtnisses innehaben. Durch Fördermassnahmen wird somit nicht die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses an sich erhöht, aber seine Funktionstüchtigkeit wird durch effizientere Nutzung gesteigert, sodass Verarbeitungs- und Speicherprozesse ungestörter ablaufen können. In dieser sehr praxisbezogenen Weiterbildung soll der Einfluss schwacher Leistungen des Arbeitsgedächtnisses auf verschiedene Entwicklungs- und Lernbereiche im Kleinkind- und Schulalter beleuchtet werden. Insbesondere wird auf sprachliche Funktionen, inkl. Lesen und Schreiben, sowie die sprachlichen Anteile mathematischer Basiskompetenzen eingegangen. Darauf aufbauend werden verschiedene Konzepte zur Förderung der exekutiven Funktionen vorgestellt.
Dr. Petra Küspert, Diplom-Psychologin, Universität Würzburg DE
Dienstag, 16. März 2027 – 09:00 bis 16:30 Uhr
CHF 360.00 / sal-Einzelmitglieder CHF 290.00
Die Weiterbildung findet über Zoom statt. Sie erhalten ca. eine Woche vorab die Instruktionen zur technischen Durchführung. Diese werden an die bei der Anmeldung angegebene E-Mail-Adresse geschickt.
