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922 Carmen Franziska, Bertschy 2018 Methodische und didaktische Elemente aus der Montessoripädagogik in der LRS-Therapie.

Lesen und Schreiben sind von zentraler Bedeutung für das Lernen, denn schulisches Lernen ist vor allem laut- oder schriftsprachlich vermitteltes Wissen. Kinder mit einer Lese-Rechtschreibstörung (LRS) können sich trotz vorhandener kognitiver Kompetenzen Lerninhalte nur begrenzt aneignen, sodass sich aus einer isolierten Schwierigkeit in der Schriftsprache eine allgemeine Lernschwäche entwickeln kann (vgl. Mayer 2016, 45-52). Um diese Negativspirale zu verhindern ist es wichtig, wirksame und für das Kind motivierende Behandlungsmethoden anzuwenden (vgl. von Suchodoletz 2003, 13).

Diese literaturorientierte Arbeit befasst sich damit, wie methodische und didaktische Elemente aus der Montessoripädagogik gewinnbringend in die LRS-Therapie integriert werden können. Als Fundament dieser Arbeit werden theoretische Grundlagen der LRS und der Montessoripädagogik beschrieben.

Es lassen sich viele didaktische und methodische Elemente aus der Montessoripädagogik in der LRS-Therapie anwenden. So können für die alphabetische Phase zahlreiche Sprachmaterialien aus der Montessoripädagogik eingesetzt werden. Im Gegensatz zur orthografischen Phase in der sich nur zwei Materialien in die LRS-Therapie integrieren lassen. Das Material bietet den Vorteil, dass das Kind vom «Greifen zum Begreifen» gelangt, es Aktivität ermöglicht und mehrere Sinneskanäle miteinbezogen werden. Ausserdem kann die Haltung der Montessorilehrperson auch in den therapeutischen Kontext übertragen werden.

Schlüsselwörter: LRS – Schriftspracherwerb – Montessoripädagogik – Montessorimaterial - Therapieansätze zu LRS

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