Nr. Autor Jahr Titel
923 Esther, Betschart 2018 Der logopädische Auftrag bei Hörbehinderung. Ziele und Methodik der logopädischen Arbeit mit Kindern mit Hörbehinderung.

Eine der ersten Aufgaben der Logopädie war, Kindern mit einer Hörbehinderung das Sprechen beizubringen. Unterdessen hat sich ihr Aufgabenfeld stark verbreitert. Auch in der Hörbehinderten-Pädagogik ist nicht mehr fehlerfreies Sprechen das Hauptziel. Stattdessen soll den Kindern eine umfassende Bildung ermöglicht werden, unter anderem mit Hilfe einer bilingualen Erziehung. Diese empirische Bachelorarbeit geht der Frage nach, welchen Auftrag die Logopädie heute bei Kindern mit einer Hörbehinderung hat, wie sie diesen erfüllen kann und welche Rolle die Gebärdensprache dabei spielt.

Zur Beantwortung dieser Fragen wurden qualitative Interviews mit Logopädinnen aus diesem Bereich geführt. Die Interviews wurden mit aktueller Literatur über Hörbehinderung und die sprachtherapeutische Arbeit verglichen.

Es zeigte sich, dass nur sehr wenig deutschsprachige Diagnostik- und Therapie-Materialien für die Logopädie bei Hörbehinderung zur Verfügung stehen. Aus den Interviews geht hervor, dass die Logopädinnen Ziele auf allen linguistischen Ebenen verfolgen. Viele benutzen visualisierende Hilfen wie Schrift, das Fingeralphabet und lautsprachunterstützende Gebärden. Die Gebärdensprache wird jedoch kaum verwendet. Hier besteht ein grosses Potential für die Logopädie, die Gebärdensprache zur Unterstützung herbeizuziehen, da diese sich positiv auf den Spracherwerb auswirken kann.

Schlüsselwörter: Logopädie – Hörbehinderung – Gebärdensprache – Bilingualität

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