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931 Lorena Maria, Martinez 2018 Befragung über die Entwicklungen in Deutschschweizer Reha- und Akutkliniken für den Fachbereich Logopädie.

Die Folgen des demografischen Wandels führen zu einer höheren Belastung des schweizerischen Gesundheitssystems. Ein bestehender und sich in den kommenden Jahren verschärfender Fachkräftemangel in anderen paramedizinischen Berufsgruppen wie Ergotherapie und Physiotherapie wurde bereits nachgewiesen (vgl. Rüesch et al. 2014, 99-102). Sollte diese Feststellung auch auf den Fachbereich Logopädie zutreffen, müssten Massnahmen zur Entgegenwirkung ergriffen werden, damit Patientinnen und Patienten mit Sprach-, Sprech-, Schluck-, und Stimmstörungen weiterhin vom vielseitigen Leistungsangebot der klinischen Logopädie profitieren können.

Um einen potenziellen Fachkräftemangel aufzudecken, wurden Therapieleitende des Fachbereichs Logopädie sowie Institutionsleitende Deutschschweizer Reha- und Akutkliniken zur aktuellen Versorgungslage befragt. Zudem wurden Daten zur Einschätzung möglicher Entwicklungen in der klinischen Logopädie erhoben.

Zwar geben die Befragten keinen expliziten Fachkräftemangel an, dennoch wurde festgestellt, dass vielerorts die zeitlichen Ressourcen zu knapp sind, um dem stetig steigenden Patientenaufkommen gerecht zu werden. Auch in Punkto Ausbildung sehen die Befragten einen Risikofaktor, welcher einen Fachkräftemangel in der klinischen Logopädie begünstigen könnte. Die Mehrheit der Befragten ist sich darüber einig, dass Studienabgänger unzureichend auf die Tätigkeit im klinisch-therapeutischen Berufsfeld vorbereitet werden. Die Befragten schlagen vor, Massnahmen zur Stärkung des Fachbereichs der klinischen Logopädie in den Bereichen Berufspolitik, Öffentlichkeitsarbeit, Forschung und Ausbildung zu ergreifen.

Schlüsselwörter: Fachkräftemangel - Deutschschweiz - Akut- und Rehabilitationskliniken - demographischer Wandel

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