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932 Kathrin, Montaña 2018 Analyse des Mottier-Tests (Wild & Fleck 2013) unter ausgewählten Aspekten des Arbeitsgedächtnisses.

Der Mottier-Test (Wild & Fleck 2013) wird von Schweizer Logopädinnen und Logopäden im Rahmen der Reihenuntersuchung im Kindergarten häufig zur Feststellung des phonologischen Kurzzeitgedächtnisses angewendet. Diese literaturorientierte Bachelorarbeit beschreibt das Arbeitsgedächtnis anhand des Arbeitsgedächtnismodells nach Baddeley (2012) sowie anhand neuroanatomischer bzw. neurophysiologischer Erkenntnisse. Sie geht der Frage nach, welche der beschriebenen Arbeitsgedächtnisaspekte der Mottier-Test (Wild & Fleck 2013) bei 5-jährigen Kindern tangiert.

Es zeigt sich, dass die Durchführung des Mottier-Tests (Wild & Fleck 2013) sämtliche Komponenten des von Baddeley (2012) beschriebenen Arbeitsgedächtnismodells involvieren kann (zentrale Exekutive, episodischer Speicher, visuell-räumlicher Notizblock & phonologische Schleife). Erkenntnisse aus der Neuroanatomie bzw. Neurophysiologie zeigen zudem, dass Kinder grundsätzlich ähnliche neuronale Mechanismen wie Erwachsene verwenden, jedoch in anderer Intensität. Ebenso wird deutlich, dass sich 5-Jährige in einer Phase verdichteter neurologischer Veränderungen befinden, die mit dem Anstieg der Arbeitsgedächtniskapazität zusammenfallen. Die auf diesen Ergebnissen beruhende Analyse des Mottier-Tests (Wild & Fleck 2013) mündet in der begründeten Forderung einer Präzisierung des Tests für die Durchführung mit 5-jährigen Kindern.

Schlüsselwörter: Mottier-Test – Arbeitsgedächtnis – phonologisches Kurzzeitgedächtnis – Diagnostik – spezifische Sprachentwicklungsstörung

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