Editorial

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, liebe Kollegin, lieber Kollege,

 

«Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, wo immer du bist.»

(Theodore Roosevelt)


Eine Empfehlung, die sehr viel Zuversichtlichkeit transportiert und vor allem aus der Passivität herauslockt, um aktiv zu werden. Und gerade in dieser Zeit, in der nichts normal erscheint und die üblichen Möglichkeiten zu Unmöglichkeiten geworden sind, brauchen wir Zuversicht und müssen Handlungsfähig bleiben. 


Wenn man sich die Fragen aus dem Zitat selbst stellt «Was kann ich?», «Was habe ich?», «Wo bin ich?», so fallen die Antworten ziemlich wahrscheinlich heute anders aus als noch vor einem Jahr, aber dennoch werden wir alle auch heute noch diese Fragen beantworten können. Und die Tatsache, dass viele gewohnte Aktivitäten zurzeit wegfallen, lässt Kapazitäten für Anderes frei werden. Theodore Roosevelt bringt dies auch im folgenden Zitat schön auf den Punkt:


«Wohl angewandte freie Zeit heisst, dass jeder [...] verpflichtet ist, soviel wie möglich unbezahlte Arbeit auf dem Gebiet der Wissenschaft und Menschenliebe zu leisten.»


Um dieser Aufforderung gerecht zu werden, bedarf es heute sicher einiger Kreativität zur Umsetzung, aber man kann nicht davon ausgehen, dass es seinerzeit um 1900 einfacher gewesen wäre. Bestimmt finden wir alle Möglichkeiten, uns in verschiedensten Formen einzubringen und diese Zeit für uns und andere oder die Wissenschaft sinnvoll einzusetzen. 


Für ein Engagement im Bereich der Wissenschaft bietet auch der erste Fachartikel dieser Ausgabe von logopädieschweiz hervorragende Anknüpfungspunkte. Er benennt nämlich zahlreiche 
Forschungslücken im Themenfeld des Erwerbs von gesprochener und geschriebener Sprache im Zusammenhang mit Dialekt und Standardsprache und gibt einen Überblick zum Forschungsstand in diesem Bereich. Im zweiten Fachartikel geht es dann in einer Einzelfallstudie um die Therapie von kindlicher Dysarthrie mit Hilfe einer Adaption des LSVT ® Konzepts. 


Ich wünsche Ihnen viel Freude und spannende Erkenntnisse bei der Lektüre dieser und der anderen Inhalte und ich wünsche Ihnen frohe Festtage und eine besinnliche Zeit, hoffentlich im Kreis Ihrer Liebsten und, wenn das nicht möglich ist, kreative Alternativlösungen, um die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel so schön und bereichernd wie möglich zu erleben.

 

Herzlich
Mirja Bohnert-Kraus, Redaktorin

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