
Seit dem 1. Februar 2026 unterstützt Oanh Chau das Team der Studienadministration an der hlo.
Oanh Chau bringt bereits sehr viel Erfahrung aus Bildungsinstitutionen mit. Sie war unter anderem zehn Jahre als Sachbearbeiterin Studiengangbetreuung beim Weiterbildungszentrum Rorschach WZR und beim Amt für Berufsbildung im Sekretariat Zentralstelle für Berufsberatung tätig. Zuletzt arbeitete sie als Studienkoordinatorin Weiterbildungsorganisation bei der Fachhochschule Ost in St.Gallen.
Wir wünschen Oanh Chau einen gelungenen Start und viel Freude bei ihrer Tätigkeit an der hlo.
Zum Tag der Logopädie sind die Studierenden der hlo an zwei Ständen mit Passanten in Kontakt getreten, haben sich mit diesen ausgetauscht und über die Logopädie aufgeklärt.
Aktion in St. Gallen
In St. Gallen auf dem Kornhausplatz haben die Studierenden den Stand mit der Unterstützung von Dozierenden geplant und organisiert. Am diesjährigen Tag der Logopädie stand alles unter dem Motto des DLV-Berufsverbands #DasIstLogopädie. Wir nutzten das Motto in St. Gallen, um die Arbeit von Logopädinnen und Logopäden sichtbarer zu machen und mit verschiedenen Menschen ins Gespräch zu kommen. Auf dem Kornhausplatz beim Bahnhof bauten wir einen Informationsstand auf, der viele neugierige Passantinnen und Passanten anzog.
Ein besonderer Blickfang war unser Gewinnspiel mit einer Drehscheibe. Wer vorbeikam, durfte daran drehen und hatte die Chance auf kleine oder grössere Preise. Es gab Süssigkeiten zu gewinnen sowie kleine Goodies der hlo, wie zum Beispiel Stofftaschen, Stifte und vieles mehr. Kinder und Jugendliche hatten besonders Freude daran, eine Süssigkeit zu gewinnen und drehten fleissig am Glücksrad. Ein weiterer Hingucker waren unsere Ballons, die vor allem den ganz kleinen Passanten besonders gut gefielen.
Ein weiteres zentrales Anliegen war, Vorurteile und Missverständnisse über die Logopädie aufzugreifen. Die Plakate, die von einer Studentin gestaltet wurden, waren an die heutige digitale Welt angepasst und machten in Form von Chatbots auf typische Irrtümer aufmerksam. So begegnete man immer wieder der Verwechslung von Logopädie und Podologie, obwohl beide Berufe völlig unterschiedliche Bereiche betreffen.
Ein weiteres Vorurteil ist, dass Logopädie ausschliesslich ein „Frauenberuf“ ist. Mit unseren Informationen wollten wir zeigen, dass Logopädie ein vielfältiges und umfangreiches Berufsfeld ist. Ausserdem waren viele Passantinnen und Passanten überrascht zu erfahren, dass Logopädie nicht nur dann relevant ist, wenn jemand «nicht gut sprechen kann». Vielen war auch nicht bewusst, dass unter anderem die Schlucktherapie ein Teilgebiet der Logopädie ist. Ebenso wussten viele nicht, dass Logopädinnen nicht nur in Schulen arbeiten, sondern auch in Rehabilitationszentren, Krankenhäusern oder in logopädischen Praxen tätig sein können und sogar die Möglichkeit haben, eine eigene Praxis aufzubauen.
Besonders eindrücklich waren die persönlichen Gespräche mit den Passantinnen und Passanten. Einige erzählten von eigenen Erfahrungen bezüglich der logopädischen Therapie, zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Ein Mann erzählte, dass er früher die Sprachheilschule besuchte und so unteranderem wegen der Logopädie eine gute Schulzeit hatte und nun völlig zufrieden in seinem Beruf ist. Es war zudem erfreulich, mit einigen Passantinnen und Passanten ins Gespräch zu kommen, die sich für das Studium interessierten und eifrig nach Informationen fragten.
Im Austausch mit der eher älteren Generation wurde uns bewusst, dass die Bedingungen für Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen heutzutage zum Glück viel besser sind als früher. All diese Begegnungen zeigten, wie präsent das Thema im Alltag vieler Menschen ist, gleichzeitig aber auch, wie wichtig Aufklärung darüber bleibt. Viele hatten zwar eine ungefähre Ahnung, weil sie den Begriff schon einmal gehört hatten oder jemanden kennen, der in der Logopädie tätig ist. Dennoch ist das Wissen darüber, was Logopädie genau umfasst, in der breiten Bevölkerung noch nicht sehr ausgeprägt.
Der Tag am Kornhausplatz war deshalb nicht nur eine Gelegenheit zum Informieren, sondern vor allem zum Austausch. Viele Menschen zogen mit einem ergänzten Verständnis weiter, was Logopädie wirklich bedeutet oder was Logopädie überhaupt ist. Genau das wollte der Aktionstag erreichen: zeigen, wie vielfältig, relevant und menschennah dieses Berufsfeld ist – ganz im Sinne des Mottos #DasIstLogopädie.
Aktion in Kreuzlingen
In Kreuzlingen vor dem Einkaufszentrum CEHA unterstützten die beiden Studierenden das Logopädie-Team der Stadt. Die Logopädie von Kreuzlingen hat ein Zelt, sowie kleine Wasserfläschchen, Post it’s, Gummibärchen und Flyer bereitgestellt. Auf allen Give-Aways waren QR-Codes geklebt, welche direkt auf die Website der Logopädie Thurgau verwiesen.
Unser Ziel in Kreuzlingen war es, mit interessierten Passanten ins Gespräch zu kommen. Am Freitagnachmittag waren dies hauptsächlich Mütter mit ihren Kindern und Pensionierte. Viele der Passanten kannten die Logopädie bereits, da sie früher selbst einmal in der Logopädie waren. Sie waren positiv überrascht, wie die Logopädie und deren Therapieansätze sich gewandelt haben. Andere Passanten kamen mit einem Problem zu uns, bei welchem sie Hilfe benötigten. Ein erwachsener Mann zum Beispiel schilderte, dass er in Stresssituationen oder bei häufigem Sprechen lispelt. Er wollte wissen, was er dagegen tun kann. Wir konnten mit ihm vor Ort den Laut korrekt anbahnen und ihm das weitere Vorgehen erklären. Er war unglaublich froh und auch begeistert, wie schnell wir das gemeinsam hinbekommen haben. Ein weiteres Beispiel ist eine Passantin, welche ein dreijähriges Enkelkind hat, welches noch kaum spricht. Wir konnten mit ihr besprechen, was Gründe dafür sein könnten. Sie war sehr froh um unseren Tipp, gemeinsam mit dem Kind zu einer Logopädin zu gehen, um so festzustellen, was der tatsächliche Grund ist. Weitere Passanten hatten selbst jemanden in der Familie oder im näheren Umfeld, der als Logopäde oder als Logopädin arbeitet. Sie haben sich darüber gefreut, dass wir die Aufmerksamkeit an diesem Tag auf diesen Beruf lenken.
Insgesamt können wir sagen, dass sich die Passanten sehr über unsere beiden Stände gefreut haben. Sie fanden es auch sehr spannend, mehr über die Logopädie zu erfahren. Uns Studierenden hat es ebenfalls Freude bereitet, mit den Passanten in Kontakt zu treten und das Wissen der Passanten über die Logopädie zu erweitern.
Autorinnen: Laura Leonardi, Chiara Nüesch, Lara Fässler; Studentinnen hlo

Kleines Bändchen – grosser Unterschied: Die hlo beim Tongue Time Kongress
Von 15.- 17. Januar 2026 fand auf dem Gelände der St. Galler Olma Messen zum ersten Mal der internationale Zungenbandkongress (Tongue Time Kongress) statt. Zahlreiche Studierende der hlo haben mit ihrem Einsatz vor Ort den Kongress überhaupt erst möglich gemacht: Ob an der Garderobe oder am Welcome Desk, überall waren sie flexibel im Einsatz, um einen reibungslosen Tagungsablauf für die Teilnehmenden zu ermöglichen. Die Studierenden konnten ausserdem erste Erfahrungen auf dem internationalen Kongressparkett sammeln - mit der Teilnahme an Vorträgen internationaler Forscherinnen und Forscher oder in zahlreichen Gesprächen mit Fachpersonen aus unterschiedlichen Disziplinen (u.a. Logopädie, Zahnmedizin, Kieferorthopädie, Stillberatung und Physiotherapie). Der Kongress bot eine wertvolle Plattform für den interdisziplinären Austausch zum Thema Zungenbändchen. Berührungsängste mit Englisch als internationaler Kongresssprache konnten abgebaut und theoretische Inhalte aus dem Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens mit konkreten Inhalten gefüllt werden. Einer Studentin ist in diesem Zusammenhang ein Zitat des Vortragenden, Dr. Soroush Zaghi, in Erinnerung geblieben, das sie sehr beeindruckt hat. «Research means RE-SEARCH for the truth». Die Studentin schreibt dazu: «Es scheint mir zentral, diesen Grundsatz v.a. im Berufsleben aufrecht zu erhalten. Für die Praxis heisst dies, dass es nicht reicht, sich auf einmal gelernten Fakten auszuruhen, sondern fachlich am Ball zu bleiben und neue Erkenntnisse zu bestimmten Themen kontinuierlich mitzuverfolgen.» (Murielle Drack, STG 2025)
Auch die Abteilung Forschung und Entwicklung der hlo war mit ihrer Expertise beim Kongress vertreten: Die Leiterin, Dr. Samra Hamzic, hat das Kongressteam bei der wissenschaftlichen Beurteilung der eingereichten Abstracts für wissenschaftliche Poster unterstützt und war Teil der Jury für den Posterpreis.

